Die vergangenen acht Tage waren für mich turbulent und anstrengend. Eine hartnäckige Erkältung, Stress auf der Arbeit, Ein Auftritt am vergangenen Samstag mit meinem Gospelchor und die Vorbereitungen für den Gottesdienst morgen in der Adventgemeinde - das alles zehrte sehr an meinem Kräften und somit musste mein für Mittwoch geplanter Artikel leider entfallen.
Zum Sabbatbeginn möchte ich Euch aber noch gerne über ein schönes Erlebnis berichten.
Als ich gestern Feierabend machte und mich auf meinen Drahtesel schwang um von der Arbeit nach Hause zu fahren hatte es gerade aufgehört zu regnen. Und wie ich gerade mein Fahrrad bestiegen hatte und begann in die Pedale zu treten da sah ich ihn: einen großen, bunten Regenbogen. Er stand genau in der Richtung, in die ich zu fahren hatte, sodass es für mich den Anschein hatte, ich würde geradewegs auf ihn zu und unter ihm durchfahren. Seine Farben leuchteten kräftig und strahlten das gesamte Farbspektrum des Lichts wieder.
Diese Herrlichkeit, diese Pracht, diese Farbenvielfalt vermittelten mir für einen kurzen Augenblick fast so etwas wie ein Gefühl der Gegenwart, der Nähe und der Liebe Gottes zu uns Menschen. So oder ähnlich muss Noah sich gefühlt haben.
Als er nach der großen Sintflut die (fast) alles Leben auf dieser Erde vernichtet hatte wieder aus der Arche stieg erblickte er auch einen Regenbogen. Er war der erste Mensch, der dieses Wunderwerk der Schöpfung Gottes entdecken und betrachten durfte. Damals gab Gott ein Versprechen:
"Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebet, wie ich getan habe. Solange die Erde stehet, soll nicht aufhören Samen und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht." (1. Mose 8, 21+22)
"Und GOtt sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich gemacht habe zwischen mir und euch und allem lebendigen Tier bei euch hinfort ewiglich: Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken, der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde. Und wenn es kommt, dass ich Wolken über die Erde führe, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken. Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allem lebendigen Tier in allerlei Fleisch, dass nicht mehr hinfort eine Sintflut komme, die alles Fleisch verderbe. Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, dass ich ihn ansehe und gedenke an den ewigen Bund zwischen GOtt und allem lebendigen Tier in allem Fleisch, das auf Erden ist." (1. Mose 9, 12-16)
Das Versprechen das Noha hier erhält ist eine der ältesten Zusagen Gottes an die Menschheit. Es beschreibt (Natur-)Gesetzmäßigkeiten, die der Schöpfer unserer Erde selbst in Kraft gesetzt hat und solange diese Welt existiert behalten sie unverändert ihre Gültigkeit. Daran hat sich bislang nicht das Geringste geändert.
Der Regenbogen, den ich gesehen habe, ist einer der schönsten den ich je erblickt habe. Mich hat dieser Anblick und der Gedanke an Noah ermutigt, zukünftig Gott mehr zu vertrauen. Seinem Wort, durch das er mich, u.a. beim Bibellesen, persönlich anspricht, mehr zu glauben. Ich will fest damit zu rechnen, dass er auch andere Versprechen die Er mir/uns gibt, erfüllen wird.