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König von Deutschland

König von Deutschland

Willkommen auf meinem Blog! Die Pinnwand einer FB-Freundin hat mich auf die Idee gebracht selbst auch einen Blog zu erstellen um Euch so noch besser an meinen Gedanken über Gott und die Welt und an den Ereignissen in meinem Leben teilhaben zu lassen. Jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag, sowie (wenn möglich) einmal im Monat an einem Samstag werde ich einen neuen Artikel schreiben. Hoffe auf reges Interesse und wünsche Euch viel Spaß beim lesen. Bin sehr gespannt auf Eure Kommentare.


Public Faith

Veröffentlicht von frank-b-fischer auf 23. September 2012, 12:13pm

Kategorien: #Tansania

Am Dienstag, 07.08.2012 sind wir mit einem großen öffentlichen Fernreisebus von Dar nach Njombe gefahren.

Die Fahrt dauerte rund 12 Stunden. Fast während der gesamten Zeit liefen im Bus christliche Musikvideos mit afrikanischen Gospel- und Worshipsongs. Nicht alle Fahrgäste im Bus waren Christen, was man denen an ihrer Kleidung ansah. Doch keiner nahm daran Anstoß.

Die Menschen in Tansania sind ein sehr religiöses Volk. Der Glaube spielt bei den meisten scheinbar eine große Rolle. Ich erinnere mich noch an mind. zwei oder drei Begegnungen auf der Straße bei denen ich beobachtete, dass jemand aus unserer Reisegruppe mit einem Einheimischen ins Gespräch kam und dabei auch auf seine Konfession-/Kirchenzugehörigkeit angesprochen wurde. Auch selbst habe ich das einmal erlebt. In Matema Beach am Malawisee. Dort bin ich mit einem gläubigen Katholiken ins Gespräch gekommen und wir haben uns auch über unseren Glauben ausgetauscht. Von dieser Begegnung werde ich einigen Wochen in meinem Blog mehr berichten.

Christliche Musikvideos in öffentlichen Verkehrsmitteln, von unbekannten Menschen auf den eigenen Glauben angesprochen zu werden oder gar sich selbst vor fremden Personen zum eigenen, christlichen Glauben zu bekennen, das ist für Mitteleuropäer, v.a. für uns Deutsche doch sehr ungewöhnlich.

Ich erinnere mich daran, als ich vor einigen Jahren noch Mitglied in der Christlichen Gemeinde Reutlingen war, eine charismatisch geprägte, evangelikale Freikirche. Da gab es in den Sommermonaten regelmäßig unter der Woche um 18.00 Uhr einen Open-Air-Gottesdienst auf dem Reutlinger Marktplatz. Immer gab es eine Reihe von Zeugnissen, Erlebnisberichten und Kurzberichten verschiedener Gemeindemitglieder, ein kleines Musikteam war dabei das mit Instrumenten und Verstärker ausgerüstet zwischendurch Lobpreislieder sang, ab und zu gab es auch einen Tanz einiger Mädchen unseres Jugendkreises. Außerdem war noch ein Infotisch mit christlichen Traktaten in verschiedenen Sprachen aufgebaut. Die sonstigen anwesenden Gemeindemitglieder standen in einem großen Kreis zusammen, sangen die Lieder mit, lauschten den Vorträgen und hatten die Aufgabe Passanten, die neugierig stehen blieben und zuhörten oder langsam über den Platz an uns vorbei gingen, anzusprechen und Traktate zu verteilen.

Akustisch waren diese Veranstaltungen meist schon von weiter weg in der Fußgängerzone zu hören, sodass die auf diese Weise vermittelte Botschaft nicht zu überhören war. Mir war es immer peinlich dabei zu stehen. Ich hatte immer Angst, dass irgendjemand der mich privat oder von der Arbeit her kennt, vorüber geht, sieht und erkennt. Oder, dass ich gar von irgendjemandem angesprochen werde und mich zu meinem christlichen Glauben bekennen muss.

Der Glaube ist hierzulande doch für viele Leute Privatsache. Wir unterhalten uns mit Freunden, Nachbarn, Verwandten oder auch Arbeitskollegen über viele Dinge. Aber wie oft unterhalten wir uns über den Glauben? Und wenn doch, wann outen wir uns wirklich als gläubige, aktive Christen?

Das habe ich erst vergangene Woche auf der Arbeit wieder erlebt. Eine Kollegin von mir gab auf beeindruckende Weise ihr Bibelwissen zum Besten. Im Gespräch stellte sich heraus, dass sie katholisch ist. Auf meine Nachfrage, ob sie auch regelmäßige Kirchgängerin sei, also jeden Sonntag den Gottesdienst besuche, meinte sie das wäre jetzt etwas zu privat.

Wenn die Leute früher, in alttestamentlichen Zeiten mit unserem Gott in Kontakt kommen wollten, wenn sie ein Gebetsanliegen hatten oder auch um Vergebung für ihre Schuld bitten, dann sind sie zur Stiftshütte gegangen bzw. zum Tempel in Jerusalem und haben dort mit einem Priester gesprochen, der gerade seinen Gottesdienst versah. Doch heute gibt es keine Stiftshütte und keinen Tempel in Jerusalem mehr. Wo können die Leute da hingehen?

Der Apostel Petrus schreibt in einem seiner Briefe an uns Christen:

"Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, das königliche Priestertum, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Tugenden des, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht." (1. Petrus 2,9)

Die Aufgabe, die früher nur einer auserwählten Stammesgruppe aus dem Volk Israel oblag, haben nun alle Christen. Menschen mit Gott in Kontakt zu bringen. Durch uns sollen und müssen sie Jesus kennenlernen können. Geben wir uns ihnen als Christen zu erkennen.

In unserem Land gibt es verschiedene Tage der offenen Tür, Tage des offenen Denkmals, verkaufsoffene Sonntage oder auch Public Viewing bei sportlichen Großereignissen. Machen wir doch die kommende Woche zu "Tagen des öffentlichen Glaubens." Bekennen wir uns gegenüber anderen frei und offen zu unserem christlichen Glauben.

Denken wir dabei an die Worte von Jesus:

"Darum, wer mich bekennet vor den Menschen, den will ich bekennen vor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater." (Mattäus 10,32+33)

 

 

 

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K
Manchmal frage ich mich, ob ich von meinem Glauben und Jesus genug begeistert bin. Ich denke da grade an eine Predigt im Jesustreff, die ich vor kurzem hörte. Da erzählte der Prediger, er wohnt in<br /> Heidelberg, dass sein Sohn ein großer Fan des VfB ist. Nun gehört Heidelberg schon zum Badischen und dort sind die Leute nicht unbedingt VfB-Fans. Sein Sohn hat es geschafft, seine ganzen Freunde<br /> zu VfB-Fans zu machen und selbst ihn, der gar kein Fußballfan ist, zu einem zu machen. Das ist Bekehrungsarbeit. Dies gelang dem Jungen nur, weil er einfach so absolut begeistert von seinem Verein<br /> war, dass er ständig darüber sprechen musste und alle anderen damit ansteckte. Der Prediger meinte dann: "Wie begeistert sind wir von Jesus?"
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