Overblog Alle Blogs
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

König von Deutschland

König von Deutschland

Willkommen auf meinem Blog! Die Pinnwand einer FB-Freundin hat mich auf die Idee gebracht selbst auch einen Blog zu erstellen um Euch so noch besser an meinen Gedanken über Gott und die Welt und an den Ereignissen in meinem Leben teilhaben zu lassen. Jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag, sowie (wenn möglich) einmal im Monat an einem Samstag werde ich einen neuen Artikel schreiben. Hoffe auf reges Interesse und wünsche Euch viel Spaß beim lesen. Bin sehr gespannt auf Eure Kommentare.


Ein richtiger Sabbat

Veröffentlicht von frank-b-fischer auf 20. Januar 2013, 13:27pm

Kategorien: #Tansania

Am Samstag, 18.08.2012 wurde ich, wie übrigens an allen Tagen, wieder ca. 2 Stunden früher wach als die anderen Männer unserer Reisgruppe.

Tansania 730Bereits am Nachmittag des Tags zuvor waren wir am Malawisee angekommen. Wir waren in Matema-Beach einem "Hotel" der lutherischen Kirche untergebracht. Kleine Hütten bieten dort Platz für jeweils 3-4 Gäste. Bis zum Strand sind es nur wenige Schritte.

Während ich noch im Bett lag und den Wellen des Sees lauschte die der Wind an den Strand spülte (die Fensterluken waren nicht verglast) hörte ich von draußen Musik. Neugierig was da denn vor sich ging, stand ich auf, zog mich rasch an und trat vor den Eingang unserer Hütte.

Ungefähr vis á vis war eine größere Gruppe mit jungen, einheimischen Frauen und Männer mit Koffern unter einem Baum versammelt von denen die letzten gerade dabei waren sich in ein schickes, einheitliches Outfit zu kleiden. Einige Meter daneben war (auf einem Campingtisch) ein Mischpult aufgestellt, sowie große Boxen aus denen die Musik ertönte, die ich in der Hütte gehört hatte. Weiter Richtung See hatten sich die vorgenannten Damen und Herren aufgereiht. Sie bewegten sich im Rhythmus der Musik und sangen synchron zur Musik bzw. bewegten dementsprechend ihre Lippen.

Als ich dann noch einen Mann mit Kamera erblickte begriff ich, was da vor sich ging: Hier wurde eines der Tansania 1022christlichen Musikvideos gedreht, von denen ich bereits in einem früheren Artikel unserer Reise berichtete: Public Faith. Deshalb eilte ich schnell in unsere Hütte zurück, um meinen Fotoapparat zu holen. Diese einmalige Gelegenheit konnte ich mir doch nicht entgehen lassen. Während die meisten anderen unserer Gruppe noch schliefen, nahm ich die Szenerie die sich mir dort am Strand bot auf.

Nach dem Frühstück gingen wir nur kurz in den Ort um einige Lebensmittel, Brot, Obst, Gemüse für den Mittag zu besorgen. Ansonsten gab es für diesen Tag keine weiteren Termine. Auf dem Programm stand sonst nichts außer: Sonne, Strand, Schwimmen und Schlafen. In gemütlicher Atmosphäre konnten wir die Gemeinschaft miteinander genießen, in den Wellen des Malawisees baden (das machte sogar fast etwas süchtig), Einbaumfahren und sich von den Strapazen der Fahrt bzw. Wanderung des Vortages erholen.

Tansania 348Nachdem ich mich genügend in den Fluten des Sees ausgetobt und anschließend auch etwas in der Sonne ausgeruht hatte, ging ich ein paar Meter für mich alleine am Strand entlang. Dabei dachte ich über die zurückliegenden Monate des Jahres und mein Leben allgemein nach und sprach im Gebet mit Gott.

Mir wurde bewusst, dass ich hier an diesem Tag womöglich gerade einen Sabbat erlebte, wie Gott ihn sich ursprünglich vorgestellt hatte.

Ich erinnere mich daran im Radio einmal einen jüdischen Rabbiner darüber sprechen gehört zu haben, warum das Gebot den Sabbat zu heiligen und das Gebot Vater und Mutter zu ehren direkt aufeinanderfolgen. Es bildet die Grundlage bzw. Voraussetzung unseres Lebens, dass wir uns an einem Tag in der Woche bewusst und ausgiebig Zeit nehmen um unsere Beziehung zu Gott und die Kontakte zu unseren Mitmenschen zu pflegen. Uns Zeit nehmen für Gottes Wort und für andere Menschen, zuerst für die eigene Familie, dann für Freunde und Bekannte. Nicht umsonst war der erste Tag den Adam und Eva gemeinsam im Paradies erlebten ein Ruhetag, der Sabbat.

Doch häufig sind unsere Sabbate angefüllt mit unzähligen Verpflichtungen. Es geht schon morgens los mit dem Gottesdienst. Oft hat man da eine Aufgabe oder einen Dienst, der unsere ganze Aufmerksamkeit fordert. Am Nachmittag geht es dann weiter mit Besuchen, Jugendstunden, Vorträgen. Überall will man schließlich gerne dabei sein. Und den Abschluss des Tages bilden weitere Veranstaltungen und Events am Abend. Somit bringen wir es an unserem Ruhetag oftmals auf mehr Termine, die wir wahrnehmen als wie an einem anderen (Werk-)Tag.

Am späteren Nachmittag hatte ich dann am Strand des Malawisees noch eine nette Begegnung. Als ich zum Tansania 351Strand ging sprach mich ein Einheimischer an. Er saß mit zwei Freunden auf einer Bank und sprach recht gut Englisch. Er wollte meinen Namen wissen und woher ich komme. Einfach so angesprochen zu werden ist scheinbar nichts ungewöhnliches in Tansania.

Zunächst gab ich nur zögerlich Auskunft auf die Fragen des Fremden. Doch nach und nach kamen wir besser ins Gespräch. Zum Schluss lud er mich noch ein am nächsten Tag auf den Fischmarkt zu kommen, wo er und seine Freunde einen Stand haben. Zu Fuß wären das ungefähr 30-45 Minuten am Strand entlang. Ich bedankte mich für die Einladung und versprach es mir zu überlegen bzw. zu kommen, wenn noch andere aus meiner Reisegruppe mitkommen würden.

Ob ich seiner Einladung gefolgt bin und mich auf den Weg zum Fischmarkt begeben habe? Das lest ihr im nächsten Artikel über meine Reise nach Tansania.

 

 


 

 

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post

Blogarchive

Soziale Netzwerke

Neueste Posts