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König von Deutschland

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Willkommen auf meinem Blog! Die Pinnwand einer FB-Freundin hat mich auf die Idee gebracht selbst auch einen Blog zu erstellen um Euch so noch besser an meinen Gedanken über Gott und die Welt und an den Ereignissen in meinem Leben teilhaben zu lassen. Jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag, sowie (wenn möglich) einmal im Monat an einem Samstag werde ich einen neuen Artikel schreiben. Hoffe auf reges Interesse und wünsche Euch viel Spaß beim lesen. Bin sehr gespannt auf Eure Kommentare.


Ein besonderer Tag

Veröffentlicht von frank-b-fischer auf 16. Januar 2013, 19:05pm

Kategorien: #Bibelbetrachtung

Im "Studienheft zur Bibel", einem Lektionsheft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, geht es in diesem Quartal um die Schöpfung. Diese Woche geht es um die Tage 4-7.

Wenn man im ersten Buch Mose, im ersten Kapitel die Berichte über die Tage 4-6 liest, fallen deutliche Parallelitäten zu den vorhergehenden Tagen auf. Bei einem Vergleich 1. mit 4. Tag, 2. mit 5. Tag, sowie 3. mit 6. Tag erkennt der aufmerksame Bibelleser, dass jeder der Tage 1-3 seinen entsprechenden "Partner" unter den Tagen 4-6 hat.

An den Tagen 1-3 erschafft Gott Zeit und Raum, trennt Zeitperioden voneinander und grenzt Lebensräume zueinander ab. Am ersten Tag erschafft Gott das Licht, trennt dieses von der Finsternis und damit Tag und Nacht voneinander. Am zweiten Tag erschafft Gott eine Feste zwischen den Wassern, die Luft bzw. die Atmosphäre, mit der er das Wasser trennt, in einen Teil darunter und einen Teil darüber. Am dritten Tag lässt Gott das Wasser sich sammeln an einem bestimmten Ort und grenzt somit das Festland vom Meer ab, außerdem lässt Er Gräser und Kräuter aufblühen, die später als Nahrung und damit als Lebensgrundlage für alle Lebewesen dienen sollen.

An den Tagen 4-6 füllt Gott nun die zuvor geschaffenen Zeiten und Räume und zwar in genau derselben Reihenfolge wie an den vorhergehenden Tagen. Am vierten Tag erschafft Gott Lichter (Sonne, Mond, Sterne) die dazu dienen sollen die Zeiträume (Tage, Monate, Jahre) voneinander zu unterscheiden. Am fünften Tag erschafft Gott die Tiere, die im Wasser und in der Luft leben, Fische, Vögel, usw.. Am sechsten Tag dann schafft Gott die Tiere, die das Festland bevölkern.

Den krönenden Abschluss von Gottes Schöpfungswerk bildet schließlich die Erschaffung des Menschen. Mit der Segnung der Menschheit, mit der Aufforderung fruchtbar zu sein und sich zu mehren, sowie dem ersten Speisegebot endet das erste Kapitel.

Jedoch nicht der Schöpfungsbericht. Dieser findet im zweiten Kapitel seine Fortsetzung mit einem weiteren, dem siebten Tag. Wir lesen darüber, was Gott an diesem Tag tat: Er ruhte von allen seinen Werken!

"Und also vollendete GOTT am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er machte; und segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, darum, dass er an demselben geruht hatte von allen seinen Werken, die GOTT schuf und machte." (1. Mose 2, 2+3)

Zwei Dinge fallen an diesem Tag auf und machen ihn zu einem ganz besonderen Tag:

  • Dieser Tag steht für sich alleine. Er findet keinen ihm entsprechenden "Partnertag" unter den vorhergehenden Tagen, und weil er den Abschluss der Schöpfungswoche bildet, selbstverständlich auch nicht an einem der nachfolgenden Tage.

  • An diesem Tag erschafft Gott nichts. Der siebte Tag bildet zum Ende der Woche eine Zeitperiode, die mit nichts anderem ausgefüllt ist als nur mit der Gegenwart Gottes.

Die Aussage "und [Gott] heiligte ihn", macht deutlich, dass dieser Tag ein ganz besonderer Tag ist, der von den anderen Tagen (1-6) abgesondert ist.

Frühestens in den Zehn Geboten erhält dieser Tag einen Namen: SABBAT. Diese Gebote finden sich u.a. im 2. Buch Mose, im zwanzigsten Kapitel:

"Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Dinge beschicken; aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines GOTTES. Da sollst du kein Werk tun, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was drinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn." (2. Mose 20, 9-11)

Gott fordert die Israeliten auf den Sabbat-Tag zu heiligen, genauso wie Er das selbst getan hat und Er begründet dies an dieser Stelle mit Seinem eigenen Schöpfungswerk. Der Sabbat soll für Sein Volk ein besonderer Tag sein, der sich von den anderen sechs (Werk-)Tagen unterscheidet. An diesem Tag soll keiner arbeiten und auch keine Arbeit für sich verreichten lassen.

Später erinnert Gott Sein Volk durch die Propheten immer wieder daran den Sabbat als Ruhetag einzuhalten und ihn nicht durch Werke, die nur dem Konsum oder dem eigenen Vergnügen dienen zu entweihen (z. B. im Buch Jesaja). Das Sabbatgebot wird häufiger als andere Gebote in den Büchern der Propheten erwähnt und seine Einhaltung angemahnt!

Bis heute feiern die Nachkommen der Israeliten, die gläubigen Juden und auch die Judenchristen den Sabbat immer am selben Tag, an unserem Samstag. Auch die ersten Christen, wie z.B. die Apostel hielten den Sabbat. Der Sonntag wurde erst mehrere Hundert Jahre später von den Päpsten der Katholischen Kirche als Ruhetag angeordnet und viele Kirchen und Freikirchen halten sich heute noch an dieses Menschengebot.

Die Gründer der Eingangs genannten Freikirche erinnerten sich an das Gottesgebot in 2. Mose 20. Die Adventisten halten deshalb den Sabbat als Ruhetag nach alter, biblischer Tradition vom Sonnenuntergang am Freitagabend bis zum Sonnenuntergang am Samstagabend. Darum finden ihre Gottesdienste auch nicht an einem Sonntagvormittag statt sondern Samstagmorgens.

Am kommenden Sonntag möchte ich das Thema Ruhetag noch einmal aufgreifen in einem neuen Bericht über meine letztjährige Reise nach Tansania. Der voraussichtliche Titel meines Artikels wird lauten: "Ein richtiger Sabbat".

 


 

 

 

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