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König von Deutschland

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Willkommen auf meinem Blog! Die Pinnwand einer FB-Freundin hat mich auf die Idee gebracht selbst auch einen Blog zu erstellen um Euch so noch besser an meinen Gedanken über Gott und die Welt und an den Ereignissen in meinem Leben teilhaben zu lassen. Jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag, sowie (wenn möglich) einmal im Monat an einem Samstag werde ich einen neuen Artikel schreiben. Hoffe auf reges Interesse und wünsche Euch viel Spaß beim lesen. Bin sehr gespannt auf Eure Kommentare.


"Er musste aber durch Samaria ziehen." (Johannes 4,4)

Veröffentlicht von frank-b-fischer auf 7. November 2012, 19:38pm

Kategorien: #Bibelbetrachtung

Mit diesem Satz beginnt die Geschichte von der Frau am Jakobsbrunnen im vierten Kapitel des Johannes-Evangeliums. Er steht als Überschrift über dem Abschnitt des gestrigen Tages in meinem Andachtsbuch "Mit Jesus im Feuerofen." Die Auslegung in diesem Buch dazu hat mich wieder sehr ermutigt und deshalb sind meine heutigen Gedanken dazu daran angelehnt bzw. davon inspiriert..

Jesus befand sich auf dem Weg von Judäa nach Galiläa und eigentlich hätte er nicht unbedingt durch Samaria durchreisen müssen. Obwohl es der kürzeste Weg für diese Wegstrecke ist, nahmen die meisten gläubigen Juden jener Zeit lieber den Umweg durch die Jordanebene auf sich, um nach Galiläa zu gelangen. Samaria bzw. seine Bewohner war für sie gleichbedeutend mit Aussätzigen.

Doch Gott wollte, dass auch den von den Juden ungeliebten und gehassten Samaritern das Evangelium verkündigt wird, denn in Samaria gab es viele verlorene Schafe, die gefunden und zur Herde des Volkes Gottes zurückgebracht werden mussten. Das war der Auftrag des Messias, das war die Aufgabe von Jesus. Und wie der gute Hirte aus dem gleichnamigen Gleichnis, so verlies Jesus das fromme Judäa mit seinen ebenso frommen Einwohnern und begab sich auf den Weg durch Samaria.

So kam es, dass Jesus zur Mittagszeit die Stadt Sichar erreichte. An einem Brunnen machte Jesus mit seinen Jüngern Rast. Während jene Letztgenannten nun in die Stadt gingen, um etwas zum Essen zu kaufen, denn schließlich waren sie alle von der langen Reise (zu Fuß!) sehr hungrig, blieb Jesus unter der brennend heißen Sonne allein am Brunnen zurück.

Während er auf die Rückkehr seiner Jünger wartete, kam eine Frau allein zum Brunnen um Wasser zu schöpfen. Das ist schon sehr außergewöhnlich. Normalerweise gingen die Frauen der Stadt gemeinsam in den kühleren Abendstunden zum Brunnen. Da war es nicht mehr so heiß und deshalb nicht so anstrengend die schweren Wasserkrüge nach Hause zu tragen und man bzw. vielmehr frau war nicht allein, es waren immer noch andere da, mit denen man reden, die einem evtl. auch beim Tragen helfen konnten. Die Tatsache also, dass diese Frau um diese Zeit zum Wasserschöpfen ging, zeigt, dass es sich bei ihr wohl um eine Außenseiterin handelt.

Jesus muss das gewusst haben und trotzdem sprach er die fremde Frau an und verwickelt sie in ein Gespräch. Im Verlauf dieses Gesprächs erfahren wir den Grund, warum diese Frau möglicherweise lieber für sich allein war und darum um diese Zeit zum Brunnen kam. Sie führte einen relativ unmoralischen Lebensstil. Sie hatte bereits mit mehreren Männern eine Beziehung gehabt. Bestimmt waren das nicht nur unverheiratete Singles. Sicherlich war darunter auch der eine oder andere Familienvater und was jene Frau, die Jesus traf, mit "ihren" Liebhabern tat war bestimmt mehr als nur Händchenhalten. Vielleicht war sie deshalb unter den anderen Frauen regelmäßig Gesprächsthema. Wie konnte sie mit den Frauen, die sich über sie das Maul zerrissen und mit deren Ehepartnern sie evtl. auch schon das Bett geteilt hatte, Gemeinschaft haben oder gar mit ihnen reden, ganz davon zu schweigen ihnen in die Augen zu sehen.

Dass Jesus wusste, wer diese Frau war und was sie getan hatte das sagte er ihr auf den Kopf hin zu. Aber nicht nur das. Jesus wusste auch, warum diese Frau es getan hatte. Er sah ihr ins Herz. Die Frau war auf der Suche nach erfülltem Leben, nach Erfüllung die wirklich lebenssatt macht. Sie war auf der Suche nach der Quelle des Lebens die Ihren Durst nach Liebe und Geborgenheit stillt. Jesus sieht die Sehnsucht der Frau nach aufrichtiger Annahme und ehrlicher Wertschätzung. Und in Jesus findet die Frau jemand der ihr das gibt, was sie sucht.

Jesus heißt zwar in keinster Weise gut, was diese Frau getan hat. Doch er verurteilt sie auch nicht dafür. Er hört ihr zu, beantwortet ihre Fragen, nimmt sich für sie Zeit. Und dann wird die Frau auch gleich für Jesus aktiv: Sie geht zu allen ihren Bekannten und Verwandten in der Stadt und fordert sie auf mit ihr mit zu kommen, damit auch sie Jesus den Messias kennenlernen und von ihm die frohe Botschaft hören können. Und viele von ihnen kommen nicht nur zu Jesus, sie kommen zum Glauben. So wird aus einem stadtbekannten "leichten Mädchen" die erste Missionarin Samarias.

WOW! Welch ein Wunder. Die Begegnung mit Jesus verändert Menschen, macht aus Sündern "Heilige".

Der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.“ (Lukas 19,10)

 

 

 

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