Vor zwei Wochen habe ich an dieser Stelle eine Hommage an den Propheten Daniel veröffentlicht. Daniel war mit großer Wahrscheinlichkeit ein Verschnittener, ein Eunuch. D.h. er war kastriert. Er konnte keine Kinder zeugen, die intimsten Freuden der Liebe nicht erleben. Daniel war ein körperlich Verschnittener.
In Matthäus 19 macht Jesus deutlich, dass es noch drei weitere Arten von Verschnittenen gibt:
"Da sprachen die Jünger zu ihm: Stehet die Sache eines Mannes mit seinem Weibe also, so ist's nicht gut ehelich werden. Er sprach aber zu ihnen: Das Wort fasset nicht jedermann, sondern denen es gegeben ist. Denn es sind etliche verschnitten, die sind aus Mutterleibe also geboren, und sind etliche verschnitten, die von Menschen verschnitten sind, und sind etliche verschnitten, die sich selbst verschnitten haben um des Himmelreichs willen. Wer es fassen mag, der fasse es." (Matthäus 19,10-12)
Es gibt:
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Geistig Verschnittene: Das sind i.d.R. (geistig) behinderte Menschen. Sie sind oft schon von Geburt an mit solchen großen Beeinträchtigungen zur Welt gekommen, dass sie für ihr gesamtes Leben nicht in der Lage sind, für sich selbst zu sorgen, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen.
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Gesellschaftlich Verschnittene: Das sind Menschen die durch entsprechende, meist negativ prägende Lebenserfahrungen nicht oder nur schwer fähig sind Beziehungen zu einem anderen Menschen aufzubauen, dauerhafte Bindungen einzugehen. Sie haben entweder schon eine ganze Reihe von Enttäuschungen durch gescheiterte Beziehungen hinter sich oder sie haben evtl. noch nie eine Beziehung zu einem Menschen des anderen Geschlechts gehabt.
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Geistlich Verschnittene: Das sind Menschen die sich bewusst dafür entschieden haben ihre ganze Zeit und ihre ganze Kraft entweder dauerhaft oder für eine längere Zeit ausschließlich für Jesus einzusetzen und dafür auf die Gründung einer eigenen Familie verzichten.
Denjenigen Lesern die meinem Blog schon seit Anfang an lesen, werd an dieser Stelle auffallen, dass ich über dieses Thema bereits schon einmal einen Artikel verfasst habe (Ermutigung für (männliche) Singles). Doch das Thema ist mir so wichtig, dass ich es heute noch einmal aufgreife und ich möchte meinen Artikel v.a. allen jungen Leuten widmen, die sich eine Freundin/einen Freund bzw. einen Ehepartner wünschen.
Auch mich hat dieses Thema dieses Jahr mächtig herumgetrieben. Über meinen Frust, den ich dabei erleben durfte, habe ich hier auch schon ein paar Artikel veröffentlicht. Da ich bis heute noch nie in meinem Leben eine Beziehung zu einem Mädchen/einer Frau hatte, zähle ich mich selbst zur zweiten Kategorie den gesellschaftlich Verschnittenen.
hatte mir für dieses Jahr ernsthaft gewünscht und verzweifelt gehofft, dass sich das ändern würde, dass ich endlich einmal eine Freundin haben dürfte. Habe mich deshalb in diversen Partnerbörsen und im sozialen Netzwerk angemeldet. Bin mehr oder weniger aktiv auf die Suche gegangen. Aber außer einigen misslungen Anläufen ist nichts dabei herausgekommen. Dabei hat mich jede gescheiterte Kontaktaufnahme, jede Abfuhr die bekam noch mehr nach unten gezogen, mich emotional völlig fertiggemacht. Heute frage ich mich deshalb: "Was bringt es?".
Natürlich ist es nicht schön, wenn man immer nur bei den anderen dabei zu sehen darf, wie sie sich ineinander verlieben, wie sie sich umarmen, küssen, usw.. Wenn man das beobachtet, kommt sehr schnell das Bedürfnis auf, "das will ich auch haben". (Besonders für Männer scheint es da sehr schwer zu sein moralisch rein zu bleiben.) Oder wenn man sieht wie sie, die eigenen Freunde, heiraten, Kinder bekommen, usw. Meistens haben die bisherigen Weggefährten dann auch weniger oder keine Zeit, man fühlt sich ständig wie das fünfte Rad am Wagen. Und Ihr jungen Leute, glaubt mir, ich weiß, wovon ich schreibe, erlebe das gerade selbst immer wieder.
Aber genau deshalb habe ich folgenden Vorschlag für Euch: Warum nicht aus der Not eine Tugend machen? Warum sich nicht ganz bewusst selbst zu einem Verschnittenen um des Himmelreiches willen machen? Man ist doch sowieso schon Single, d.h. viel schlimmer kann es eigentlich nicht mehr kommen.
Paulus gibt den Korinthern folgenden Rat:
"Von dem ihr aber mir geschrieben habt, antworte ich: Es ist dem Menschen gut, dass er kein Weib berühre. Ich wollte aber lieber, alle Menschen wären, wie ich bin; aber ein jeglicher hat seine eigene Gabe von GOtt, einer so, der andere so. Ich sage zwar den Ledigen und Witwen: Es ist ihnen gut, wenn sie auch bleiben wie ich." (1. Korinther 7, 1+7-8)
Schon mancher, der diese Entscheidung getroffen hat, sein ganzes Leben nur dem Reiche Gottes zu widmen, hat dabei seinen späteren Ehepartner kennen gelernt. Das ist natürlich kein Patentrezept, das automatischen Erfolg verspricht und nicht allen ergeht es so. Zumindest aber spart man sich eine Menge Nerven. Und außerdem wird man von Gott dabei auch sehr gesegnet,
Deshalb habe ich für mich das so entschieden. Möchte das alles auf mich zukommen lassen. Und die letzten Tage durfte ich erleben, dass Gott mir eine Hilfe geschaffen hat, die wirklich zu mir passt. Nein, ich habe keine Freundin, es ist etwas anderes. Werde davon in einem meiner nächsten Artikel berichten.