Meinen heutigen Artikel möchte ich jenem Mann widmen, dessen Todestag morgen in der ganzen christlichen Welt gedacht wird, indem man v.a. Kindern Geschenke macht: Nikolaus von Myra.
Nikolaus war ein Bischoff in Myra, einer kleinen Stadt in der heutigen Türkei. Es gibt eine Vielzahl von Wundergeschichten und Legenden, die dem Wirken dieses Mannes zugeschrieben werden. Die katholische Kirche verehrt ihn deshalb auch als Heiligen und Schutzpatron.
Es gibt viele Bräuche am 6. Dezember: Kinder stellen ihre leeren Stiefel am Vorabend vor die Tür, damit diese während der Nacht gefüllt werden können. Als Nikolaus verkleidete Männer, mit Rauschebart, Mitra (Bischofsmütze) und rotem Mantel kostümiert, gehen von Haus zu Haus und bringen Kindern Geschenke.
Diese Bräuche gehen ebenfalls auf die Geschichten und Legenden zurück die sich um die Person des Nikolaus ranken.
Eine verbreitete Legende erzählt von einem Geldgeschenk, das er heimlich durchs Fenster warf, um zu verhindern, dass der Vater seine Töchter zur Prostitution hergeben musste.
Dies ist eine der schönsten Geschichten über den Nikolaus und darum möchte ich sie hier kurz wiedergeben und damit werde ich es für heute aufgrund der schon fortgeschrittenen Zeit belassen:
"Ein vornehmer Mann ist finanziell so heruntergekommen, dass das Überleben der Familie bedroht ist. Gern würde er zumindest seine drei Kinder, drei Töchter im heiratsfähigen Alter, vermählen, um ihre Versorgung zu sichern. Aber ohne angemessene Mitgift war es nicht möglich, eine Ehe zu schließen. Schließlich scheint kein anderer Ausweg mehr offen, als dass die Töchter in der Hafenstadt als Prostituierte ihr Geld verdienen. Aus dieser prekären Situation werden die Frauen aber gerettet, indem ihnen Nikolaus in drei aufeinanderfolgenden Nächten eine Goldkugel durch ihr Fenster aufs Bett wirft. Dadurch ist die Mitgift gesichert und eine Heirat wird möglich. Um unerkannt zu bleiben, war der Wohltäter jeweils heimlich des Nachts zu dem Hause gekommen. In der dritten Nacht gelingt es aber dem Vater, dem Bischof aufzulauern und ihm zu danken."
(Quelle: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Nikolaus_von_Myra)