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König von Deutschland

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Willkommen auf meinem Blog! Die Pinnwand einer FB-Freundin hat mich auf die Idee gebracht selbst auch einen Blog zu erstellen um Euch so noch besser an meinen Gedanken über Gott und die Welt und an den Ereignissen in meinem Leben teilhaben zu lassen. Jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag, sowie (wenn möglich) einmal im Monat an einem Samstag werde ich einen neuen Artikel schreiben. Hoffe auf reges Interesse und wünsche Euch viel Spaß beim lesen. Bin sehr gespannt auf Eure Kommentare.


Time to say good bye to Tandala

Veröffentlicht von frank-b-fischer auf 2. Dezember 2012, 17:19pm

Kategorien: #Tansania

Am Donnerstag, 16.08.2012 war dann unser letzter Tag in Tandala gekommen. Am Abend waren wir zum Essen bei jener Kirchengemeinde eingeladen, bei der wir am Samstag zuvor den Hochzeitsgottesdienst miterleben durften Die Hochzeit. Die Verabschiedung unserer Reisegruppe dort war mindestens so herzlich wie unsere Begrüßung acht Tage vorher bei unserer Ankunft im Diakoniezentrum A guest of honor.

Dieses Mal sind wir nicht hingelaufen sondern mit dem Land Cruiser hingefahren. Als wir dort ankamen, wurden wir von einer großen Zahl Kinder begrüßt, die auf uns gewartet hatten. Diese Kinder kamen auf uns zu und hatten dabei die Hände nach oben gestreckt. Gewohnheitsgemäß ergriff ich die ersten Hände, die sich mir so entgegenstreckten in der Annahme, dass diese Kinder mir die Hand geben wollten, so wie das bei uns in Deutschland zu Begrüßung üblich ist.

Da sagte mir dann jemand aus unserer Reisegruppe ich müsste meinen Kopf leicht nach vorne, herunterbeugen. Beim nächsten Kind das mir entgegenkam tat ich das und das Kind berührte darauf kurz mit seinen beiden Handinnenflächen meinen Kopf, ungefähr so wie wenn jemand bei der Einsegnung die Hände aufgelegt werden. Eine ungewohnte Art der Begrüßung. Doch ich empfand dabei nicht nur ein gutes Gefühl der Wertschätzung sondern sehe darin auch eine ausdrucksstarke Symbolik.

Zunächst einmal anerkennt das Kind mit den nach oben gestreckten Händen, die Autorität und Erfahrung eines Erwachsenen. Dadurch, dass sich dieser verbeugt, erniedrigt er sich selbst und begibt sich fast auf Augenhöhe mit dem Kind. Damit drückt der Erwachsene aus, dass er sich trotz seines Alters nicht über das Kind stellt. Durch das Handauflegen vermittelt das Kind symbolisch so etwas wie eine Art Segen von Gott. Weiß nicht, ob ich mit dieser Deutung vollständig richtig liege, aber mich erinnert dieses Ritual schlussendlich an folgende Worte, die Jesus gesagt hat:

"JEsus rief ein Kind zu sich und stellte das mitten unter sie und sprach: Wahrlich, ich sage euch, es sei denn, dass ihr euch umkehret und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. Wer nun sich selbst erniedriget wie dies Kind, der ist der Größte im Himmelreich." (Matthäus 18,2-4)

Vor dem Kirchengebäude war dann ein großes Lagerfeuer und darum herum Sitzgelegenheiten aufgebaut. Nach der Begrüßung sangen die Kinder in verschiedenen Altersgruppen 2-3 Lieder. Dann gab es das Essen. Dabei hatten unsere Gastgeber wieder die ganze Palette Afrikanischer Gastfreundlichkeit aufgetischt: Es gab u. a. Reis, Maisbrei, Bohnen, Erbsen, zweierlei Kraut und Kartoffeln. Außerdem gab es etwas das es so bei unseren vorherigen Einladungen noch nicht gab: Es waren so viele Menschen zum Essen da, dass es nicht genügend Besteck für alle Anwesenden gegeben hätte. Also mussten dieses Mal alle, Einheimische wie Gäste, mit den Händen essen. Wieder eine völlig neue Erfahrung für mich. Natürlich wurde uns vor dem Essen wieder Wasser gereicht, sodass wir unsere Hände waschen konnten und mit sauberen Fingern die Nahrung aufnehmen und verzehren konnten.

Nach dem Essen kam dann recht bald der Zeitpunkt, wo wir uns verabschiedeten. Dabei bin ich sogar von zwei jungen, afrikanischen Damen umarmt worden. Dann fuhren wir wieder zurück in unsere Unterkunft. Wir hatten noch eine kurze Nacht im Diakoniezentrum doch mit diesem letzten Abend endete eine gute Woche in Tandala.

Was mir bleibt, ist die Erinnerung an viele liebe nette Menschen, denen ich während dieser acht Tage begegnen durfte, von denen ich die meisten aber aufgrund der kurzen Zeit leider nur flüchtig kennenlernen konnte. Während ich diese Zeilen schreibe, erinnere ich mich deshalb mit einem starken Gefühl der Wehmut an die Tage in Tandala zurück. Hoffentlich darf ich diese Menschen irgendwann einmal wieder sehen. Vielleicht in diesem Leben und wenn nicht dann doch bitte im Himmel bzw. auf der neuen Erde.

Vor allem wegen der Zeit in Tandala habe ich jedenfalls den Wunsch baldmöglichst wieder nach Tansania zu reisen, wenn möglich nicht nur für drei Wochen sondern für zwei oder sogar drei Jahre. So Gott will, für ein Bibelstudium oder einen Missionseinsatz. Vielleicht bekomme ich ja schon eher die Gelegenheit dazu, als ich heute erwarten kann.

 


 

 

 

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