Am Mittwoch, 15.08.2012 stand Arbeiten auf dem Programm.
Vormittags halfen wir dem Leiter des Diakoniezentrums von Tandala bei der Maisernte. Das Feld liegt an einem Hang, der ungefähr so steil ist wie die Weinberghänge hierzulande. Nach den vielen Einladungen und dem vielen Essen der letzten Tage tat es gut, etwas zu tun und sich damit gegenüber den Einheimischen für Ihre Gastfreundlichkeit erkenntlich zu zeigen. Außerdem bekamen wir wieder einen guten Einblick in die Lebensweise der Tansanier.
Viele Familien besitzen solch ein Maisfeld (oder auch mehrere) das sie neben ihrer beruflichen Arbeit bewirtschaften. Der Ertrag dieser Felder trägt zu einem wesentlichen Teil zum Lebensunterhalt der Familien bei.
Anders als in bei uns in Deutschland erfolgt in Afrika die Maisernte nicht mit Maschinen sondern von Hand. Jede Maisstaude trägt i.d.R, einen Maiskolben. Dieser wird abgebrochen. Dann werden die Blätter drum herum entfernt und der so geschälte Maiskolben in Säcken gesammelt. Wenn man wie wir diese Arbeit 2-3 Stunden unter strahlend blauem Himmel und gut 25°C verrichtet dann hat man hinterher einige Kalorien weniger.
Nachmittags dann die nächste Arbeit, die in Afrika meistens von Hand verrichtet wird: Wäsche waschen. Die Mitarbeiter des Diakoniezentrums hatten für uns auf dem offenen Feuer heißes Wasser vorbereitet und in große Plastikeimer gefüllt.
Sowohl die Maisernte wie auch die Handwäsche meiner Bekleidung (hier diverse T-Shirts) waren beides für mich ganz neue Erfahrungen, die ich ohne diese Reise evtl. nie in meinem Leben gemacht hätte.