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König von Deutschland

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Willkommen auf meinem Blog! Die Pinnwand einer FB-Freundin hat mich auf die Idee gebracht selbst auch einen Blog zu erstellen um Euch so noch besser an meinen Gedanken über Gott und die Welt und an den Ereignissen in meinem Leben teilhaben zu lassen. Jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag, sowie (wenn möglich) einmal im Monat an einem Samstag werde ich einen neuen Artikel schreiben. Hoffe auf reges Interesse und wünsche Euch viel Spaß beim lesen. Bin sehr gespannt auf Eure Kommentare.


Daniel und der Feuerofen

Veröffentlicht von frank-b-fischer auf 28. November 2012, 18:37pm

Kategorien: #Bibelbetrachtung

In der Adventgemeinde Bad Cannstatt findet zurzeit die Themenreihe "Ausweg 2012" statt. Ausgehend von diversen Endzeittheorien, die einen Weltuntergang für das Ende dieses Jahres prognostizieren, zeigt der Sprecher Christopher Kramp anhand der Bibel, wohin der Weg unseres Blauen Planeten führt. Dabei bezieht er sich in seinen Vorträgen überwiegend auf Stellen aus dem Buch des Propheten Daniel und der Offenbarung Jesu an seinen Jünger Johannes. Die gesamte Reihe wird via Livestream im Internet ausgestrahlt link. Die bisher gezeigten Folgen können inzwischen auch downgeloadet werden link.

Besonders beeindruckt mich die Person des Propheten Daniel. Daniel war ein gebürtiger Israelit. Er ist bereits in jungen Jahren von den Babyloniern ins Exil verschleppt worden und wurde Diener am Hofe des Königs Nebukadnezar. Später, nachdem die Perser das babylonische Reich erobert hatten, war er Diener von König Darius. Ob Daniel Familienangehörige hatte, ist nicht bekannt bzw. wird uns in seinem Buch nicht überliefert. Möglicherweise sind seine Verwandten bei den Kampfhandlungen gegen die Babylonier in der Heimat oder beim Fußmarsch nach Babylon ums Leben gekommen.

Vermutlich ist Daniel auch ein Eunuch gewesen. Diese Vermutung wird von zahlreichen Auslegern wie z.B. Christopher Kramp gestützt. Das klingt für einen Juden recht ungewöhnlich, weil die Kastration eigentlich durch das Gesetz Gottes verboten ist, bzw. kastrierte (die Bibel nennt sie Verschnittene) als kultisch unrein gelten. Doch in den großen Weltreichen der Antike (Babylonien, Persien, Griechenland, Rom, China u.a.) war es üblich, dass die höchsten Staatsämter am Hof des Herrschers bzw. Imperators von eben solchen Eunuchen besetzt bzw. ausgeübt wurden. Dies sicherte dem jeweiligen Herrscher i.d.R. die absolute Treue seiner Bediensteten auf Lebenszeit.

Daniel war ein sehr frommer und gottesfürchtiger Mann. Was diese unfreiwillige Entmannung für Daniel bedeutet haben mag, welchen emotionalen Belastungen er damit ausgesetzt war, kann unser einer gar nicht ermessen. Zum einen war er durch die Entfernung bzw. Verstümmelung seiner Geschlechtsteile zeugungsunfähig und damit konnte er (sofern noch nicht erfolgt) an eine Familiengründung nicht mehr denken. Doch viel bedeutender als der Verlust seiner Manneswürde muss für Daniel der Verlust der geistlichen Würde gewesen sein. Als Verschnittener war ihm der Zutritt zum Tempel in Jerusalem (der zu dieser Zeit allerdings zerstört war) und damit die Teilnahme am Gottes- bzw. Opferdienst bei Todesstrafe untersagt (siehe 3. Mose 21).

Doch trotzdem hielten Daniel und seine Freunde Gott die Treue. Als ihnen die (Schweine-)fleischhaltigen Speisen an der babylonischen Tafel serviert werden, lehnen sie deren Verzehr ab und bestehen darauf sich ausschließlich vegetarisch von Gemüse ernähren zu dürfen. Und als der König Nebukadnezar ein goldenes Standbild von sich errichten lässt und alle Amts- und Würdenträger des Landes aufgefordert werden davor niederzuknien, um es anzubeten, bleiben Daniel und seine Freunde auch nach nochmaliger Aufforderung stehen. Auch die Androhung, als Strafe dafür in einen Feuerofen geworfen und somit bei lebendigem Leib verbrannt zu werden kann sie nicht dazu bewegen, der Anweisung des Königs Gehorsam zu leisten. Sie lehnen diesen mit folgender Begründung ab:

"Siehe, unser GOtt, den wir ehren, kann uns wohl erretten aus dem glühenden Ofen, dazu auch von deiner Hand erretten. Und wo er's nicht tun will, so sollst du dennoch wissen, dass wir deine Götter nicht ehren, noch das güldene Bild, das du hast setzen lassen; anbeten wollen." (Daniel 3,17+18)

Die Haltung, die aus diesen Worten spricht, fordert uns doch ziemlich heraus. Wie oft sagen wir doch "ich will Gott dienen, wenn ..." oder "ich will seine Gebote halten, aber ,,,". Damit machen wir unsere Bereitschaft Gott zu dienen und seine Gebote zu halten von der Erfüllung unserer Wünsche und von unseren Lebensumständen bzw. der Veränderung derselbigen abhängig.

Daniel und seine Freunde haben sich entschieden Gott kompromisslos die Treue zu halten ohne alle Wenns und Abers. Sie wussten Gott kann sie retten, Er kann die Umstände, in denen sie sich befanden, verändern. Doch sie waren entschlossen Gottes Anweisungen auch dann zu befolgen, wenn Er das nicht tun würde. Deshalb hat Gott sie dann auch im Feuerofen vor Schäden bewahrt. Sie konnten den Ofen wieder verlassen, ohne dass ihnen ein Haar versengt worden oder Brandgeruch an ihnen festgestellt worden wäre.

Zurück zum Eunuchen Daniel. Ein Prophetenkollege von ihm, der Prophet Jesaja gibt folgende ermutigenden Worte Gottes wieder:

"Denn so spricht der HErr zu den Verschnittenen, welche meine Sabbate halten und erwählen, was mir wohlgefällt, und meinen Bund fest fassen: Ich will ihnen in meinem Hause und in meinen Mauern einen Ort geben und einen bessern Namen denn den Söhnen und Töchtern; einen ewigen Namen will ich ihnen geben, der nicht vergehen soll." (Jesaja 56,4+5)

Daniel hielt den Sabbat, wie auch alle anderen Gebote Gottes strengstmöglich ein. Er ist ein Beispiel dafür, dass Gott Wort hält. Die Verse aus dem Buch Jesaja haben sich für ihn bereits heute mehr als erfüllt. Er erhielt von Gott Visionen über die Zukunft des Volkes Israel und die der großen Weltreiche, die sich im Verlauf der Weltgeschichte allesamt erfüllt haben. Außerdem bieten seine Prophetien zusammen mit denen des Apostels Johannes im letzten Buch der Bibel einen Ausblick der noch weit über unsere Zeit hinausreicht bis hin zu dem Tag, an dem unser Herr Jesus wiederkommt.

Wo immer christliche Bibellehrer oder freikirchliche Prediger über das Ende dieser Welt sprechen, greifen sie auf Zitate aus dem Buch Daniel zurück. Die Johannes-Offenbarung kann nicht ohne das Buch Daniel verstanden und erklärt werden. Damit hat Gott seinem Diener Daniel bereits heute einen ewigen Namen gemacht, der besser ist, als der den ihm eigene Nachkommen je hätten machen können.



 

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S
Finde ich interessant, ich hab mich auch damit schon beschäftigt, dass Daniel warscheinlich Eunuch war, auch bei der Löwengrube war er allein, während die anderen mit ihrer Familie reinflogen.<br /> Aber beim Standbild war Daniel nicht dabei. Anscheinend hatte ihn der König wohlweislich wo anders hingeschickt, weil er wusste, wie er handeln würde.
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