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König von Deutschland

König von Deutschland

Willkommen auf meinem Blog! Die Pinnwand einer FB-Freundin hat mich auf die Idee gebracht selbst auch einen Blog zu erstellen um Euch so noch besser an meinen Gedanken über Gott und die Welt und an den Ereignissen in meinem Leben teilhaben zu lassen. Jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag, sowie (wenn möglich) einmal im Monat an einem Samstag werde ich einen neuen Artikel schreiben. Hoffe auf reges Interesse und wünsche Euch viel Spaß beim lesen. Bin sehr gespannt auf Eure Kommentare.


Tag der Begegnungen

Veröffentlicht von frank-b-fischer auf 27. Januar 2013, 18:26pm

Kategorien: #Tansania

Am Sonntag, 19.08.2012 sah unser Programm nicht anders aus als Vortag. Gleich nach dem Aufstehen bin ich zum Strand gegangen, weil ich sehen wollte, wie das Wasser war. Der Wind blies stärker als am Vortag und der Wellengang etwas heftiger.

Nach dem Frühstück fragte ich unter den Männern herum wer evtl. mit gehen würde zum Fischmarkt. Ich wollte gerne den Mann wieder treffen der mich gestern hier am Strand angesprochen hatte und eingeladen hatte. Aber keiner der anderen beiden wollte sich so recht entscheiden, ob er dazu evtl. noch Lust haben würde.

Etwas später saß unsere Gruppe am Strand zusammen und wir sangen gemeinsam einige Lobpreislieder.

Einige Zeit danach habe ich nochmals herumgefragt. Aber die anderen wollten lieber die Zeit am Strand verbringen. Den ganzen Tag wieder nur mit "chillen" zu verbringen dazu hatte ich nun wirklich keine Lust. Also lies ich mir von unseren Reiseleiterinnen erklären, auf welchem Weg ich am besten zum Fischmarkt gelangen würde.

Kurz darauf machte ich mich dann allein auf den Weg. Dieser führte mich aus der Anlage heraus, durch den Ort hindurch und noch weiter.

Die Straße entlang standen immer wieder Häuser, vor denen teilweise Kinder spielten. Als diese mich vorbei laufen sahen, kamen sie zur Straße gerannt, liefen hinter mir her und riefen: "Mzungo! Mzungo!" Das ist Kisuaheli und lautet ins Deutsche übersetzt "Weißer! Weißer!". Als es immer mehr Kinder wurden, die so hinter mir herliefen und das riefen, wurde es mir langsam ziemlich unwohl. So beschloss ich dann lieber wieder umzudrehen und in den Ort bzw. zum Strand zurück zu gehen.

Ich war noch nicht weit (zurück) gegangen da kam mir ein Mitarbeiter des Diakoniezentrums in Tandala entgegen. Er begleitete eine andere Reisegruppe aus Deutschland die kurz nach uns nach Tandala gekommen war und nun waren sie unterwegs zum Fischmarkt. Da freute ich mich nun doch nicht allein, in dieser für mich fremden Welt, unterwegs sein zu müssen.

So kamen wir dann zum Fischmarkt, der an diesem Tag allerdings leider schon zu Ende war. Aufgrund der hohen Wellen in der Nacht waren nicht viele Fischerboote auf dem See und diese hatten auch nicht viel gefangen. Inzwischen war es schon Nachmittag geworden.

Wir gingen also über den Markt und dann an diesem Strand entlang wieder zurück Richtung Matema Beach. Dabei hielt ich auch Ausschau, ob ich den Mann vom Vortag irgendwo sehen würde, konnte ihn aber nirgendwo entdecken.

Auf einmal hörte ich eine Stimme hinter uns die meinen Namen rief. Es war der Mann, den ich suchte. Er kam eilig näher und war sichtlich erfreut, mich zu sehen. Als er dann bei uns war, erklärte er mir, dass er mich bereits am Vormittag auf dem Fischmarkt erwartet hätte und er fragte mich ob es für mich in Ordnung wäre mit ihm nochmal zum Fischmarkt zu gehen damit wir etwas Zeit hätten uns miteinander zu unterhalten. Ich gab ihm mein Einverständnis sagte aber, dass ich rechtzeitig zum Abend wieder zurück sein müsse in Matema Beach.

So ging ich also mit ihm zurück. Er sagte mir er wohne 2 Dörfer weiter und er hätte mich gerne eingeladen mit zu kommen aber aufgrund der fortgeschrittenen Zeit ist das nun für mich nicht mehr möglich. Während wir über den Markt gingen, fragte ich ihn, wo die Kirche wäre, weil ich mir gerne das Gebäude innen besichtigen wollte.

Also führte er mich dorthin. Doch leider war das Kirchengebäude abgeschlossen. Er sagte mir wir könnten den Pfarrer/Priester suchen. Er meinte dieser müsste in der Nähe sein.

Nicht weit entfernt von der Kirche ist ein Diakoniehaus der katholischen Kirche. Dort gingen wir hin. Im Hof hinter dem Gebäude spielten afrikanische Kinder zusammen mit drei jungen, weißen Damen. Als diese uns sahen, begrüßten sie uns. Die Frauen kommen aus Österreich. Ihre Diözese hat eine Partnerschaft zu dieser Kirchengemeinde und sie waren gerade hier, um beim Aufbau eines katholischen Kindergartens/Kinderheimes zu helfen.

Als dann der Priester kam, ein relativ junger Mann, lud er uns sogleich ein nach oben in sein Büro zu kommen. Zögerlich bin ich der Einladung gefolgt. Sein leider etwas undeutlich bzw. sehr akzentuiertes Englisch verunsicherte mich doch sehr. Außerdem wurde mir bewusst, dass die Leute aus meiner Reisegruppe mich so langsam zurück erwarten dürften, mich evtl. sogar schon vermissten.

Als der Priester mir dann noch einen der landesüblichen Softdrinks anbot (Cola, Fanta, usw.) lehnt ich dankend ab und gab zu verstehen, dass ich wieder zurück müsse. Also verabschiedete der Priester meinen Begleiter und mich.

Wieder auf der Straße wies mich mein Begleiter darauf hin, dass es in Tansania als unhöflich gilt, wenn man irgendwo zu Besuch ist und dort ein Getränk oder eine Speise ablehnt.

Dann begleitete mich der Mann bis zurück nach Matema Beach. Unterwegs unterhielten wir uns über viele verschiedene Dinge. Er fragte mich viel über Deutschland und ich fragte ihn viel über das Leben in Tansania. So konnten wir gegenseitig viel neues lernen.

Beim Nachdenken über diesen Tag wird mir bewusst was ich an diesem Tag erfahren habe und gerade auch ganz neu für mich hier in Deutschland erleben darf. Es ist für uns persönlich wichtig, zwischenmenschliche Kontakte zu haben, Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen, zu pflegen und zu vertiefen.

Das hat schon Gott nach der Schöpfung erkannt und deshalb hat er den Menschen sogleich im "Doppelpack" erschaffen. Die Bibel berichtet uns darüber:

"Da schuf Gott den Menschen nach seinem Bild, als sein Ebenbild schuf er ihn. Er schuf sie als Mann und Frau." (1. Mose 1, 27)

"Dann sagte Jahwe, Gott: 'Es ist nicht gut, dass der Mensch so allein ist. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm genau entspricht.'" (1. Mose 2, 18)

Darf gerade ganz neu lernen, was es bedeutet, Freunde zu haben. Menschen, mit denen man sich austauschen kann, die sich dafür interessieren, wie es mir geht und denen es auch von großer Bedeutung ist mich an ihrem Leben Anteil nehmen zu lassen. Besonders die letzten Tage, in der zurückliegenden Woche hat mir jemand seinen Dank dafür ausgedrückt mich kennengelernt zu haben, und dass ich mir Zeit genommen habe für ein Gespräch, dass ich dafür einen anderen Termin nicht wahrgenommen habe.

Es ist für unser Zusammenleben wichtig, dass wir miteinander Zeit verbringen, uns miteilen und einander zuhören. Unserem Gegenüber etwas von uns weitergeben, dem anderen ein Wort sagen oder einfach unser Ohr "leihen".

 

 


 

Oh bitte gib mir nur ein Oh
Bitte gib mir nur ein Oh
Bitte gib mir nur ein
Bitte bitte gib mir nur ein Oh
Bitte gib mir nur ein Oh
Bitte gib mir nur ein Oh
Bitte gib mir nur ein
Bitte bitte gib mir nur ein Wort


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