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König von Deutschland

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Willkommen auf meinem Blog! Die Pinnwand einer FB-Freundin hat mich auf die Idee gebracht selbst auch einen Blog zu erstellen um Euch so noch besser an meinen Gedanken über Gott und die Welt und an den Ereignissen in meinem Leben teilhaben zu lassen. Jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag, sowie (wenn möglich) einmal im Monat an einem Samstag werde ich einen neuen Artikel schreiben. Hoffe auf reges Interesse und wünsche Euch viel Spaß beim lesen. Bin sehr gespannt auf Eure Kommentare.


Gemeinschaft

Veröffentlicht von frank-b-fischer auf 11. November 2012, 15:31pm

Kategorien: #Tansania

Tansania 963Am Montag, 13.08.2012 stand ein Tag gefüllt mit Einladungen und Essen auf dem Programm.

Nach dem Frühstück sind wir zum Amtssitz des Bischoffs gefahren, bei dem wir Empfangen wurden. Der Bischoff stellte uns einen Teil seiner Mitarbeiter und seine Arbeit vor. Anschließend stellte sich auch jeder unserer Reisegruppe vor, inzwischen hatten wir das des öfteren getan und auch ich beherrschte so langsam meine beiden Sätze, die ich zu sagen hatte in der Landessprache. Zwei der wenigen, den ich vielleicht wirklich auf Kiswahili aussprechen konnte:

"Ninaitwa Frank. Ninafanya kazi ofisili." - "Ich heiße Frank. Ich arbeite in einem Büro."Tansania 220

Anschließend wurden wir wie üblich zu einem "kleinen" Imbiss und Getränken eingeladen.

Zu Gast bei einem Bischoff! Das hatte ich in Deutschland auch noch nie erlebt. Da muss ich erst einmal in den Urlaub auf einen anderen Kontinent fliegen, um so etwas erleben zu können. Weiß nicht, wie sich die anderen dabei fühlten. In den ca. 60-75 Minuten, in denen wir beim Bischoff drinnen saßen, fühlte ich mich tatsächlich wie ein VIP, eine sehr bedeutende Persönlichkeit.

Tansania 233Zum Mittagessen waren wir bei einer der Kirchengemeinden in Tandala eingeladen. Aufgrund des kulinarischen Zuschlags beim Bischoff hatten wir uns verspätet und wurden bereits erwartet. Vor dem Eingang wurden wir vom Jugendchor dieser Gemeinde begrüßt. Dieser sang auch nach dem Essen. Davon habe ich ein kleines Video aufgenommen. Ihr könnt es am Ende dieses Artikels anschauen.

Dann ging die Fahrt zurück zur Diakonie. Dort angekommen stand auch schon fast gleich der Tansania 235nächste Termin an: Wir waren zum "Nachmittagskaffee" beim Posaunenchor eingeladen. Dessen Mitglieder hatten dazu für uns eine Art Picknick im Wald organisiert.

Nach einem kurzen ca. 10-15 minütigen Fußmarsch erreichten wir eine kleine Lichtung. Die Stelle lag ungefähr schräg gegenüber des Diakoniezentrums, zu dem hinüber man eine herrliche Aussicht hatte. Der Posaunenchor spielte für uns ein paar Lieder, teilweise auch in Deutschland bekannte Kirchenchoräle. Nachdem sich wieder jeder vorgestellt hatte, wurde uns etwas zum essen gereicht, dazu gab es Soda-Getränke (Soft-Drinks).

Tansania 237Ich hatte meine Digitalkamera in unserer Unterkunft in der Diakonie zurückgelassen. Als ich dorthin hinüberblickte, bedauerte ich das zunächst. Was für ein schönes kleines Filmchen hätte ich da aufnehmen können. Die schöne Aussicht und dazu das schöne Spiel des Posaunenchores. Das gesamte Ambiente war nahezu perfekt arrangiert, einfach himmlisch. Ich fühlte mich fast wie im Paradies. Dann ging mir der Gedanke durch den Kopf: "Genieße einfach diesen Augenblick. Mit Deiner Kamera kannst Du nur Bilder und evtl. Töne aufnehmen. Aber nicht Deine Empfindungen und Gefühle. Wenn Du Dich jetzt auf die Aufnahme konzentrieren musst, dann kannst Du diese herrliche Stimmung gar nicht wirklich voll auskosten." Also lehnt ich mich etwas zurück und genoss den Augenblick, die Musik, das gute Essen und die Gemeinschaft.

Nach kurzer Zeit kehrten wir dann wieder zur Diakonie zurück. Es stand noch die Einladung zum Abendessen auf dem Programm.

Dieser ganze Tag war in besonderem Maße ausgefüllt und geprägt von Gemeinschaft mit unseren Gastgebern, den afrikanischen Menschen in Tansania. Eine Erfahrung, ein Erlebnis, das ich in dieser Intensität zuhause leider nur selten machen darf. Da hat man evtl. mal einen gesegneten Sabbat in der Gemeinde, einen schönen Sonntag mit Freunden. Unter der Woche hat es sich damit leider auch schon wieder. Dann lebt man als Single wieder relativ für sich allein. Mal abgesehen von dem einen oder anderen Pflichttermin am Abend (wie z.B. Gospelchorprobe) bekommt man so gut wie nie die Gelegenheit mit anderen zusammen Gemeinschaft zu haben.

Die Gemeinschaft mit anderen Glaubensgeschwistern vermisse ich total. Besonders nach einem sehr angenehmen Wochenende, an dem ich mit vielen Menschen zusammen sein durfte. Ich kann verstehen, dass ein Familienvater mit Frau und Kindern kaum Zeit dafür hat. Aber was ist mit den anderen? Es gibt doch eigentlich so viele Singles und Alleinstehende in unserem Land. Warum haben wir so wenig Zeit füreinander? Ich wünsche mir für die Zukunft mehr davon.

Wenn Ihr gerne mehr und besonders mit mir Gemeinschaft haben wollt, dann würde ich mich sehr über eine entsprechende Rückmeldung von Euch freuen. Ihr seid jederzeit herzlich bei mir zuhause eingeladen. Gerne komme ich auch zu Besuch bei Euch vorbei.

 


 
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