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König von Deutschland

König von Deutschland

Willkommen auf meinem Blog! Die Pinnwand einer FB-Freundin hat mich auf die Idee gebracht selbst auch einen Blog zu erstellen um Euch so noch besser an meinen Gedanken über Gott und die Welt und an den Ereignissen in meinem Leben teilhaben zu lassen. Jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag, sowie (wenn möglich) einmal im Monat an einem Samstag werde ich einen neuen Artikel schreiben. Hoffe auf reges Interesse und wünsche Euch viel Spaß beim lesen. Bin sehr gespannt auf Eure Kommentare.


A guest of honor

Veröffentlicht von frank-b-fischer auf 30. September 2012, 17:03pm

Kategorien: #Tansania

Tansania 099

Nach kurzem Aufenthalt in Njombe sind wir am Mittwoch, 08.08.2012 nachmittags weiter gefahren nach Tandala. Unser Ziel war das Diakoniezentrum. Zwei Mitarbeiter von dort hatten uns mit einem Land Cruiser in Njombe abgeholt.

Nach ca. 2½-stündiger Fahrt sind wir angekommen. Die Sonne war gerade dabei unterzugehen. Das Fahrzeug hielt vor einem mehreckigen Haus. Dort war schon eine große Menge einheimischer Menschen versammelt. Ein Posaunenchor spielte, ein Chor sang. Kaum dass wir ausgestiegen waren, kamen nach und nach die Einheimischen auf jeden Einzelnen von uns zu, gaben uns die Hand und begrüßten uns auf sehr herzliche Art und Weise teilweise in Kiswahili, Deutsch oder Englisch.

Anschließend brachten wir schnell unser Gepäck in das nebenan stehende Unterkunftsgebäude und wurden dann auch schon gebeten, in das mehreckige Gebäude zu kommen. In dessen Inneren befindet sich ein großer Versammlungssaal. Mehrere Tische waren hufeisenförmig zusammengestellt. Die Einheimischen, die uns bei unserer Ankunft willkommen geheißen hatten, saßen an den Tischen und warteten bereits auf uns. Wir nahmen unsere Plätze ein. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Leiter des Diakoniezentrums und einem Musikstück wurde das Essen serviert.Tansania 108

Nach dem Essen gab es ein kleines Programm. Der Posaunenchor spielte, der (Jugend-)Chor sang und jeder der Anwesenden, sowohl die Einheimischen, als auch wir Gäste, stellte sich in Kiswahili vor. Wir Gäste hatten dafür extra unseren "Text" lernen müssen. Die anwesenden Einheimischen waren Mitarbeiter des Diakoniezentrums und Mitarbeiter der Kirchengemeinde.

Acht Tage lang war dieses Diakoniezentrum nun unser "Zuhause". Jeden Tag waren wir morgens, mittags und abends Essen eingeladen, meistens privat bei Familien oder auch bei Gruppen/Einrichtungen des Diakoniezentrums bzw. der Kirchengemeinde. Überall wo wir hinkamen, wurden wir nicht nur freudig erwartet, wir wurden immer fast wie Ehrengäste behandelt. Unsere Gastgeber kochten und servierten das Beste, was sie konnten und stets mehr als genug, was für die dortigen Verhältnisse einem Festessen gleichkam.

Tansania-126.JPGWas ich dabei empfand, kann ich mit Worten kaum recht wiedergeben. Für die Menschen waren wir als weiße Europäer eigentlich Fremde, doch gaben sie sich uns gegenüber überaus großzügig und warmherzig. Diese freundliche und zuvorkommende Art und Weise der Tansanier überraschte mich sehr. Das erleben und erfahren zu dürfen empfinde ich als eine unverdiente Gnade Gottes. In Tandala, einem Dorf auf ca. 1800 Meter Höhe, fühlte ich mich nicht nur geographisch dem Himmel näher, für mich war die Zeit dort ein kleiner Vorgeschmack auf die Ewigkeit.

Die Gastfreundlichkeit der Afrikaner wie sie mir in Tansania begegnete habe ich in Deutschland, auch unter Christen, bislang nur selten erlebt. Hierzulande kann man als Fremder wochen- oder gar monatelang den Gottesdienst einer Kirchengemeinde besuchen und bleibt doch relativ anonym, ohne dass einen irgendein Gemeindemitglied anspricht.

In den Gemeinden, in denen ich bis heute Mitglied war und bin, kann man das anders erleben.

Als ich Mitte der 90er Jahre zum ersten Mal einen Gottesdienst der christlichen Gemeinde Reutlingen besuchte, wurde ich gleich beim zweiten Mal von einem lieben Bruder zum Essen eingeladen. - Später als ich einmal einige Abendgottesdienste des Süddeutschen Gemeinschaftsverbandes besuchte wurde ich dort gleich im Anschluss an die Verunstaltung von deren Prediger begrüßt und eingeladen das nächste Mal wieder zu kommen.

In meiner jetzigen Heimatgemeinde, der Adventgemeinde Nürtingen, wird man jeden Sabbatmorgen am Eingang von unseren Jugendlichen begrüßt. Teilweise gehen sie auch durch die Reihen und reichen jedem Gast die Hand. Nach dem Gottesdienst gibt es jeden Sabbat Potluck, ein gemeinsames Mittagessen, bei dem jeder der möchte, etwas dazu mitbringen kann. Jeder Gast ist herzlich eingeladen, daran teilzunehmen. Diese freundliche und familiäre Atmosphäre in unserer Gemeinde kann von allen unseren Gästen, wie z.B. den Predigern, recht schnell wahrgenommen werden. Wer es einmal selbst erleben möchte, den lade ich recht herzlich ein uns an einem Sabbat zum Gottesdienst zu besuchen. Infos gibt es hier: link

Wie erlebt Ihr Eure Gemeinde? Wie offen und gastfrei ist Eure Kirche Fremden und Besuchern gegenüber?

"Gastfrei zu sein vergesset nicht; denn durch dasselbige haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherberget." (Hebräer 13,2)

 

 

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K
Hmm... schwierige Frage... Meine momentane Gemeinde ist ziemlich groß. Gäste aus anderen Ortsgemeinden sind fast jeden Sabbat da. Wir sind eine Hochschulgemeinde mit vielen Studenten und sehr<br /> vielen älteren Menschen. Die meisten der Gemeindeglieder essen sabbats in der Mensa. Potluck gibt es einmal im Monat, wobei daran auch nur die Familien teilnehmen.<br /> <br /> Da es kein Foyer gibt und der Gottesdienstraum auf zwei Etagen aufgeteilt ist, kann es schon mal vorkommen, dass man nicht begrüßt wird. Schön ist es aber von manchen Geschwistern dann angesprochen<br /> zu werden: "Oh, ich habe Dich schon ein paar Sabbate nicht mehr im Gottesdienst gesehen..." - obwohl man immer da war, nur dann immer in der oberen Etage auf der Empore... Daher ist das mit das<br /> Gastfreundschaft alles ein wenig schwierig. Ich fühle mich dennoch sehr wohl hier... :)
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