Guten Morgen!
Möchte heute die Betrachtung von Psalm 127 fortsetzen, wo ich am Samstag damit aufgehört habe.
"Es ist umsonst, daß ihr frühe aufstehet und hernach lange sitzet und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er's schlafend." (Psalm 127, 2)
Der zweite Teil von diesem Vers enthält ein Schlüsselwort: "seinen Freunden".
Sein, d. h. Gottes Freund sein, was bedeutet das und wie wird man ein Freund Gottes?
Die Bibel berichtet uns von einer Vielzahl von Männern (und Frauen) die Gott zu seinen Freunden zählt: Abraham (Jakobus 4, 4), Mose (2. Mose 33, 11), David, Hiob, usw. Und während des letzten Abendmahls mit seinen Jüngern bezeichnet Jesus, der Sohn Gottes diese als Seine Freunde (Johannes 15, 15). Zu ihnen sagt Er:
"Ihr seid meine Freunde, so ihr tut, was ich euch gebiete." (Johannes 15, 14)
Ein Freund Gottes ist also jemand der das tut, was Gott bzw. Jesus uns sagt. Abraham, Mose und all die anderen Freunde Gottes in der Bibel haben sich dafür entschieden der Stimme Gottes, seinen Anweisungen zu gehorchen und zu tun, was er ihnen anordnete.
Zu der Zeit als Jesus in menschlicher Gestalt auf dieser Erde lebte gab es viele fromme Juden im Land Israel, die sich als Freunde Gottes sahen, weil sie von Abraham abstammten, d.h. Kinder Abraham waren. Mit einigen von ihnen hat Jesus die folgende Unterhaltung:
"Sie antworteten und sprachen zu ihm: Abraham ist unser Vater. Spricht JEsus zu ihnen: Wenn ihr Abrahams Kinder wäret, so tätet ihr Abrahams Werke. Nun aber suchet ihr mich zu töten, einen solchen Menschen, der ich euch die Wahrheit gesagt habe, die ich von GOtt gehöret habe; das hat Abraham nicht getan. Ihr tut eures Vaters Werke. Da sprachen sie zu ihm: Wir sind nicht unehelich geboren; wir haben einen Vater, GOtt. JEsus sprach zu ihnen: Wäre GOtt euer Vater, so liebetet ihr mich; denn ich bin ausgegangen und komme von GOtt; denn ich bin nicht von mir selber kommen, sondern er hat mich gesandt. Warum kennet ihr denn meine Sprache nicht? denn ihr könnt ja mein Wort nicht hören. Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun. Derselbige ist ein Mörder von Anfang und ist nicht bestanden in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lügen redet, so redet er von seinem Eigenen; denn er ist ein Lügner und ein Vater derselbigen." (Johannes 8, 39-44)
In diesem Abschnitt wird deutlich, dass man nicht durch Abstammung und Geburt ein Freund oder Kind Gottes wird.
Viele meiner Freunde auf Facebook sind wie ich in einem mehr oder weniger frommen Elternhaus aufgewachsen bzw. führen einen relativ frommen Lebensstil. Sie wurden als Kind in einer Kirche getauft, gehen oftmals regelmäßig Sonntags in die Kirche, singen in einem Kirchen- oder Gospelchor mit oder tun sonst irgendwelche guten Dinge. Und die meisten von ihnen würden sich allein schon deshalb als Christ bezeichnen.
Doch reicht das aus? Macht uns ein frommer Lebenswandel automatisch zu einem Freund, einem Kind Gottes, bzw. zu einem Christen?
Der Apostel Paulus klärt uns darüber:
"Denn es ist hier kein Unterschied; sie sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhms, den sie an GOtt haben sollten, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, so durch Christum JEsum geschehen ist, welchen GOtt hat vorgestellt zu einem Gnadenstuhl durch den Glauben in seinem Blut, damit er die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt, darbiete, in dem, daß er Sünde vergibt, welche bis anher geblieben war unter göttlicher Geduld, auf daß er zu diesen Zeiten darböte die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt, auf daß er allein gerecht sei und gerecht mache den, der da ist des Glaubens an JEsum." (Römer 3, 23-26)
Paulus bezeichnet hier sowohl die fromm lebenden Juden wie auch die gottlos lebenden Heiden als Sünder, weil oder solange sie nicht an Jesus glaubten und nicht taten, was Er bzw. Gott sagt.
Gottes Freund bzw. Kind bin bzw. werde ich nur, wenn ich
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erkenne, dass ich ohne Ihn ein Sünder bin und das Jesus gegenüber zugebe, d.h. Ihm meine Sünden bekenne.
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mich zudem entscheide, Ihn als Herrn meines Lebens anzuerkennen. D. h.dass ich nicht nur an Ihn glaube, sondern auch dazu willig bin nach Seinem Wort, Seinen Geboten entsprechend zu leben.
Oder anders ausgedrückt ich nehme Gott bzw. Jesus in meine Leben auf in dem ich meine Sicht- und Denkweise über das Leben in dieser Welt aufgebe und Gottes Wort, Gebote Gebote zur Richtschnur meines Lebens mache. D. h. dass ich Seine Anweisungen und Regeln für mein Leben auf dieser Erde übernehme, sie in mein Denken und Handeln integriere. In evangelikalen, gläubigen Kreisen nennt man das auch Bekehrung.
Wenn ich das tue, dann bin ich ein Freund Gottes und darf mir sicher sein, dass folgendes Versprechen für mich gilt:
"Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, GOttes Kinder zu werden, die an seinen Namen glauben." (Johannes 1, 12).
Eine Hilfe dazu Jesus als Freund in mein Leben aufzunehmen kann das folgende Gebet sein, das ich aus einem Bibelfernkurs für Kinder entnommen habe:
"Herr Jesus Christus, in meinem Leben ist vieles nicht in Ordnung. Ich bin schuldig geworden. ich bitte Dich um Vergebung. Ich öffne Dir mein Herz und bitte dich, mein Retter und Freund zu werden. Bitte, Herr Jesus, komm jetzt in mein Herz. Dir will ich gehören, heute und für alles Zeit. Ich danke dir herzlich, dass du jetzt mein Freund bis. Amen."
In einem Blog-Artikel kann ich sicherlich nur einen Teil des Themengebietes „Christ werden, Christ sein“ umschreiben. Vielleicht gibt es manche meiner Leser, die jetzt noch eine Menge Fragen oder Anmerkungen haben. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir diese mitteilt. Nutzt dazu doch einfach die Kommentarfunktion dieses Blogs.