"Keine Sorge. - Volksfürsorge." - So lautet der Werbeslogan einer großen Versicherungsgesellschaft, die uns damit suggerieren will, dass man sich mit dem Abschluss eines Versicherungsvertrages bei ihr aller Sorgen, die das Leben bereithält, entledigen könnte.
Sorgen frei leben zu können, wer wünscht sich das nicht. König Salomo, der Beter des 127. Psalms gibt uns dazu folgenden Gedanken mit auf den Weg:
"Es ist umsonst, daß ihr frühe aufstehet und hernach lange sitzet und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er's schlafend." (Psalm 127, 2)
Sorgen machen wir uns alle täglich eine Menge und es gibt genügend Gründe dafür:
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Was ziehe ich heute an?
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Was koche ich zum Mittag- oder zum Abendessen?
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Bekomme einen Studien- oder Arbeitsplatz?
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Wie finde ich den richtigen Partner fürs Leben?
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Soll ich mir ein neues Auton oder ein Haus kaufen?
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Schaffen meine Kinder den Schulabschluss?
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Wer pflegt mich Alter?
Das sind nur einige wenige der Sorgen, die unseren Alltag bestimmen und je nach dem wie intensiv wir uns damit beschäftigen denselbigen ganz ordentlich vermiesen können. Aber was bringt es uns, wenn wir uns ständig Sorgen machen. Können wir an unserer momentanen Lebenssituation irgendetwas verändern, wenn wir uns ständig Gedanken über die Probleme und Schwierigkeiten machen, in denen wir zu stecken glauben?
Jesus gibt uns dazu in einem Gleichnis folgende Antwort:
"Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn die Speise und der Leib mehr denn die Kleidung? Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nähret sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? Wer ist unter euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen möge, ob er gleich darum sorget? Und warum sorget ihr für die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen! Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist als derselbigen eins. So denn GOtt das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute stehet und morgen in den Ofen geworfen wird, sollt' er das nicht viel mehr euch tun, o ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allem trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr des alles bedürfet. Trachtet am ersten nach dem Reich GOttes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Darum sorget nicht für den andern Morgen; denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe." (Matthäus 6, 25--34)
Dem ist eigentlich nichts hinzufüge.
Doch manchmal erleben wir Situationen, in denen die Probleme und Schwierigkeiten nicht nur so trivial sind wie die Sorge um die alltägliche Nahrung oder die Kleidung. Manchmal tangieren die Probleme und Schwierigkeit die wir erleben wirklich die Existenzgrundlage unseres menschlichen Lebens, unseres humanoiden Seins.
Was bedeutet es da nun "zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit zu trachten"? Wie setze ich das in meinem Leben um?
Das sind so ernsthafte Fragen, dass sie nicht so einfach in einem Artikel meines Blogs beantwortet werden können. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich darauf auch keine allgemeingültige, absolut unfehlbare Antwort habe.
Jedoch will ich mir darüber noch des öfteren Gedanken machen und dann werde ich diese Gedanken hier in meinem Blog veröffentlichen.
Für heute möchte ich Euch, liebe Leser, dazu einladen doch einen Glaubensschritt zu wagen und Eure Sorgen, was auch immer der Grund dafür sein möge, in einem Gebet an unseren Gott zusammenzufassen, so wie es uns der Apostel Petrus sagt:
"Alle eure Sorge werfet auf ihn; denn er sorget für euch." (1. Petrus 5, 7)
Als kleine Ergänzung habe ich Euch heute noch das altbekannte Lied von Paul Gerhardt: „Befiehl du deine Wege“.