Wie bereits gestern an dieser Stelle angekündigt war ich gestern beim Blutspenden. Für mich ist das aus religiösen Gründen zu einer Ehrensache, ja sogar zu einem Glaubensbekenntnis geworden, dort regelmäßig hinzugehen. Sofern es sich zeitlich einrichten lässt und ich gesundheitlich dazu in der Lage bin gehe ich 1-2 Mal im Jahr zu einem der Blutspendentermine des örtlichen DRKs.
Der Ablauf ist immer derselbe und mir daher sozusagen schon in Fleisch und Blut übergegangen. Zuallererst geht man zur Anmeldung. Dort bekommt man einen Fragebogen mit Gesundheitsfragen. Mit dem ausgefüllten Bogen geht es als Nächstes zu einem Arzt bzw. einer Ärztin welche den Fragebogen durchsehen, Blutdruck und Temperatur messen, sowie das Herz bzw. die Lunge abhören. Anschließend pikst dann eine Laborfachkraft in den Mittelfinger und entnimmt etwas Blut um den Eisengehalt zu testen. Sind alle Werte in Ordnung, kann man Blut spenden. Und dann wird es ernst. Man muss sich nur noch entscheiden, ob man lieber rechts oder links spenden will, und legt sich dann auf eine der freien Liegen. Ein Arzt bzw. eine Ärztin oder ein(e) MTA kommt, bittet darum eine Faust zu machen und sticht dann die Kanüle in eine Vene unterhalb des oberen Endes des Unterarms.
Und dann heißt es einfach entspannen und abwarten, bis 500ml Blut aus dem eigene Körper in einen Beutel geflossen sind. Heutzutage wird die Menge genauestens elektronisch überwacht und ich konnte dieses Mal sogar genau die Ziffern des Messgeräts ablesen, die langsam aber stetig höher wurden. Einen Rotkreuzhelfer, der die Entnahme bei der Person auf der Liege nebenan und bei mir überwachte, fragte ich, ob das Gerät denn genau stoppen würde. Aus dieser Frage ergab sich ein sehr interessantes und informatives Gespräch. Dabei erfuhr ich, einige mir bisher teilweise unbekannte Details über den menschlichen Blutkreislauf.
Der Körper eines erwachsenen Menschen fasst ungefähr ein Volumen von 5-6 Litern Blut. Die 500ml die beim Blutspenden entnommen werden sind noch nicht kritisch und werden vom Körper gut verkraftet und innerhalb weniger Stunden/Tage wieder ausgeglichen, d.h nachproduziert. Bei einer größeren Menge wird es kritisch.
Ab einer Menge von ca. 1,5 Liter Blutverlust wird die Blutversorgung einzelner Körperteile drastisch reduziert oder sogar ganz eingestellt um die Versorgung des Gehirns mit Blut und damit mit Sauerstoff sicher zu stellen. Außerdem pumpt das Herz schneller, um den Verlust auszugleichen. Ab einem Blutverlust von 3 Litern verliert man langsam das Bewusstsein. Verliert der Körper noch mehr Blut, dann bricht irgendwann der Blutkreislauf zusammen. Wird das Gehirn schließlich nicht mehr ausreichend versorgt, tritt langsam der Tod ein. Mir drängt sich dabei die Frage auf was es bedeutet, wenn man hört oder liest, dass ein Mensch verblutet sei. Ist dann das ganze Blut aus seinem Körper heraus geflossen?
Das ganze Blut. In der Geschichte, die ich gestern hier veröffentlicht habe, ist von einem kleinen Jungen die Rede dessen ganzes Blut benötigt wird, um eine geheimnisvolle Krankheit zu besiegen und damit die ganze Menschheit zu retten. Die Geschichte ist natürlich frei erfunden aber sie vermittelt sehr anschaulich und einfühlsam, was Gott für und getan hat, als er seinen Sohn für uns am Kreuz für unsere Schuld opferte.
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„Also hat GOtt die Welt geliebet, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ (Johannes 3, 16)
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„Als sie aber zu JEsu kamen, da sie sahen, daß er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht, sondern der Kriegsknechte einer öffnete seine Seite mit einem Speer; und alsbald ging Blut und Wasser heraus.“ (Johannes 19, 33-34)
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„Darum preiset GOtt seine Liebe gegen uns, dass Christus für uns gestorben ist, da wir noch Sünder waren. So werden wir je viel mehr durch ihn behalten werden vor dem Zorn, nachdem wir durch sein Blut gerecht worden sind. Denn so wir GOtt versöhnet sind durch den Tod seines Sohns, da wir noch Feinde waren, viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, so wir nun versöhnet sind.“ (Römer 5, 8-10)
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„Auch nicht durch der Böcke oder Kälber Blut, sondern er ist durch sein eigen Blut einmal in das Heilige eingegangen und hat eine ewige Erlösung erfunden. Wie viel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst ohne allen Wandel durch den Heiligen Geist GOtt geopfert hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!“ (Hebräer 9, 12+14)
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„So wir denn nun haben, liebe Brüder, die Freudigkeit zum Eingang in das Heilige durch das Blut JEsu, welchen er uns zubereitet hat zum neuen und lebendigen Wege durch den Vorhang, das ist, durch sein Fleisch.“ (Hebräer 10, 19)
Jesus Christus hat sein ganzes Blut geopfert, ER hat alles aus seinem Körper heraus fliesen lassen, damit wir von unserer Schuld gereinigt werden können. Dadurch haben wir nun freien Zugang zu GOTT, unserem Vater im Himmel und erhalten neues, ewiges Leben. Natürlich nur, wenn wir das für uns annehmen, d.h. wenn wir erkennen, dass wir ohne die Hilfe und das Opfer von Jesus verloren und in Todesgefahr sind. Wir müssen, wenn wir Ihn als unseren Herrn und Retter akzeptieren, Ihm bekennen, dass wir schuldig sind und Ihn um Vergebung für unsere Sünden bitten. Genauso wie ein Mensch der eine Blutkonserve benötigt diese auch annehmen muss.
Die durch freiwillige Blutspenden gewonnen Blutkonserven ermöglichen es, dass in unserer heutigen fortschrittlichen Medizin vielen Kranken und Verletzten Menschen durch medizinische Eingriffe und Operationen geholfen werden kann. Dazu ist es lediglich notwendig, dass möglichst viele Menschen regelmäßig etwas Blut spenden. Wer weiß, wie viele Menschen so evtl. noch einmal eine zweite Chance zum Leben bekommen und damit evtl. eine erneute Gelegenheit sich über ihr selbiges Gedanken zu machen, Jesus Christus als Herrn und Retter anzunehmen und so auch für die Ewigkeit gerettet werden können. Wenn man bedenkt, wie viel Blut Jesus für uns vergossen hat, dann sind 500ml eine kleine Menge. Deshalb sollte sich eigentlich jeder gläubige Christ dazu verpflichtet fühlen.
Einen sehr realitätsnahen Eindruck davon, wie das für Jesus war, als er sein Leben für uns opferte, als er sein Blut für unsere Sünden vergoss, vermitteln die beiden Szenen aus dem Film "The Passion of Christ" von Mel Gibson.